Max beim Formula BMW Talent Cup 2011

 

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Technische Probleme bremsen Max Edelhoff in Monza

Max Edelhoff und seine Teamkollegen konnten aufatmen: Die Motorsportsaison 2020 ging weiter. Nach sechs Monaten coronabedingter Pause, standen die 12 Stunden von Monza auf dem Programm, dem dritten Lauf zur Internationalen 24h-Series. Aufgrund von technischen Problemen, kam der Audi R8 LMS GT3 Evo des 24-Jährigen aus Hemer und seiner Mitstreiter Johannes Kirchhoff (Iserlohn) und Elmar Grimm (Münster) aber nur auf den fünften Gesamtrang.

Mit dem Auto waren wir sehr zufrieden, aber wir hatten einfach Pech“

fasste der mehrfache Junior-Meister das Wochenende zusammen.

 

Wir haben aber nie aufgegeben und unser Kampfgeist wurde schließlich mit dem fünften Rang belohnt. Mehr konnten wir unter diesen Bedingungen nicht erreichen.“

Max Edelhoff
 
Mit einer Rundenzeit von 1.49,957 Minuten sicherte der ehemalige Formel-Pilot im Qualifying seiner Mannschaft den vierten Startplatz im Feld der 23 Fahrzeuge.

Ein großes Lob möchte ich Elmar Grimm aussprechen, der im Training alleine ein ausgezeichnetes Set-Up entwickelt hatte. Johannes und ich konnten ja erst einen Tag später anreisen.“

Das realistische Ziel beim 12h-Rennen im königlichen Park von Monza war das Podium. Die ersten vier Stunden standen freitags auf dem Programm, die restlichen acht samstags. Startfahrer Elmar Grimm verbesserte sich auch bald auf den dritten Rang, ehe ein Reifen Luft verlor, ein unplanmäßiger Boxenstopp eingelegt werden musste und der Zehnzylinder bis auf den achten Rang abrutschte.
 
Johannes Kirchhoff übernahm als Zweiter das Volant. Trotz eines weiteren Reifenschadens auf dem Hochgeschwindigkeitskurs, führten die Ergebnismonitore den PoLe-Audi vor Ablauf der dritten Stunde wieder auf dem dritten Rang. Doch die Freude über die gelungene Aufholjagd währte nur kurz, denn Schwierigkeiten mit der Elektrik sorgten zunehmend für Probleme. 
 
In der nächtlichen Pause zwischen den beiden Rennteilen, wurde im Audi R8 die Lichtmaschine vom Einsatzteam Car Collection getauscht. Für diese Reparatur erhielt die Sauerländer Mannschaft allerdings reglementbedingt eine Strafe von umgerechnet zehn Runden. 
 
 

Da auch andere Teams Elektrik- oder Elektronikprobleme hatten, vermuten wir Nachwirkungen von Dubai im Januar. Dort wurden die völlig durchnässten Fahrzeuge in Container verladen und blieben dort wochenlang feucht gelagert auf dem Weg nach Europa.“

Max Edelhoff
 
 
Technisch betrachtet, lief im zweiten Rennteil alles rund. In der Reihenfolge Johannes Kirchhoff, Elmar Grimm und dann Max Edelhoff spulte der rund 520 PS starke Renner seine Runden ab. Vor allem der 24-Jährige Youngster sorgte erneut für Furore und drehte mehrfach die schnellste Rennrunde des gesamten Feldes. Ein heftiges Gewitter erforderte dann zunächst den Wechsel auf Regenreifen, ehe die Traditionsrennstrecke und auch die Boxengasse förmlich geflutet wurden.
 
 

Ich fuhr vielleicht noch 20 km/h, hatte dennoch Aquaplaning und sah auch nichts mehr. Die Unterbrechung war völlig richtig“

Nach rund zweistündiger Unterbrechung ging es bei strahlendem Sonnenschein schließlich wieder weiter. Nach 270 gefahrenen Runden, welches einer Distanz von 1.564,11 Kilometern entspricht, wurde der PoLe-Audi als Gesamtfünfter abgewinkt.
 
 

Der Blick auf die Ergebnisliste enttäuscht mich natürlich. Ohne die Stromversorgungsprobleme und die Strafrunden hätten wir sogar mit um den Gesamtsieg fahren können. Wir Fahrer waren in Topform, alle drei Piloten konnten vom ersten Meter an das Tempo an der Spitze mitgehen.“

Max Edelhoff


Vom 4. bis 6. September steht mit dem 24h-Rennen von Barcelona der nächste Lauf auf dem Programm.

Fotos ©Petr Fryba

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