Max beim Formula BMW Talent Cup 2011

 

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Nachwuchspilot etwas unzufrieden mit 12h-Rennen in Tschechien

In Brünn war mehr möglich.
Auto, Wetter, Boxenstopps, Strategie, Fahrer: alles passte. Nur das Ergebnis nicht“, 

Max Edelhoff

… sagte ein etwas enttäuschter Max Edelhoff nach dem 12h-Rennen im tschechischen Brünn, dem vierten von sechs Rennen zur europäischen Meisterschaft der internationalen 24h-Series. Zusammen mit seinen Teamkollegen Johannes Kirchhoff (Iserlohn) und Ingo Vogler (Schalksmühle) wurde der amtierende Junior-Meister mit dem PoLe-Audi R8 LMS Evo auf dem fünften Platz in der Klasse A6-Am abgewinkt.

Die ersten drei Stunden standen freitags auf dem Programm, die restlichen neun wurden samstags absolviert. Nach Ablauf der kompletten zwölf Stunden hatte das PoLe-Trio mit dem von Car Collection vorbereiteten Audi den 5,403 Kilometer langen Kurs 314 Mal umrundet. Für das PoLe Racing Team war es die 19. Zielankunft in Folge bei einem 12h- oder 24h-Rennen. Den letzten Ausfall gab es beim Finale 2016 ausgerechnet in Brünn. „Daher hatten wir hier noch eine Rechnung offen“, sagte Max Edelhoff. „Dieses Mal hatten wir nicht das kleinste technische Problem.“

Im Qualifying markierte Max Edelhoff in 2.02,333 Minuten die viertbeste Zeit im Feld der 31 Starter. „Die Zeitenjagd war nicht einfach, da die Hankook-Reifen sehr schnell Grip abbauten. Es blieb wirklich nur eine fliegende Runde übrig, um eine gute Zeit zu markieren. Auf gebrauchten Reifen hatte ich mich mit der Strecke vertraut gemacht, um dann neue Pneus aufziehen zu lassen. Dieser eine Umlauf war dann wirklich gut. Ohne zu großes Risiko einzugehen, wurde ich Vierter und war nur wenige Zehntel langsamer als Audi-Werksfahrer Markus Winkelhock. Damit war ich wirklich zufrieden.“

Der 23-Jährige kletterte auch für den ersten Teil des Rennens ins Cockpit.

Der Start war richtig gut“, sagte Max Edelhoff. „Ich hatte den Zeitpunkt der Grünschaltung der Startampel perfekt erwischt. Die beiden Fahrzeuge aus der ersten Startreihe konnte ich überholen und mich an die Spitze setzen. Den Trainingsschnellsten Ferrari aus der Pro-Klasse habe ich in der dritten Kurve vorbei gelassen und mich dann an seine Fersen geheftet, um mich möglichst vor unseren Klassenkonkurrenten zu halten. Die Einheitsreifen von Hankook ließen sehr schnell mit der Haftung nach. Das war eine große Herausforderung, mit der auch die anderen Teams zu kämpfen hatten.“

Boxenstoppbedingt übergab Max Edelhoff als Führender der Klasse an Johannes Kirchhoff, der als Klassenvierter und Gesamtfünfter des ersten Teils abgewinkt wurde. Aus strategischen Gründen wurde der Audi kurz vor dem Ende des ersten Teils vollgetankt, um am nächsten Tag die maximale Stintzeit nutzen zu können. Am Samstagmorgen übernahm Ingo Vogler die Rolle des Startfahrers. Auch der Schalksmühler hatte mit dem fehlenden Grip zu kämpfen, der auch mit einem geänderten Set-Up nicht verbessert werden konnte.  

Max Edelhoff verließ die zweitgrößte tschechische Stadt leicht unzufrieden, aber mit einem positiven Resümee.

Natürlich hätte ich gerne auf dem Podest gestanden. Das hat dieses Mal nicht geklappt. Der vierte Startplatz und die anfängliche Führung waren schon klasse. Auch im weiteren Rennverlauf hatte ich viele spannende Kämpfe. Wir haben eigentlich alles richtig gemacht, nur das Ergebnis spiegelt es leider nicht wider. Jetzt geht es Anfang Juli nach Portugal und dort greifen wir wieder an.“


Vom 5. bis 7. Juli findet in Portimao ein 24h-Rennen auf dem Programm, der fünfte und vorletzte Lauf zur europäischen 24h-Series.

Fotos ©Petr Fryba

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