Gelungene Generalprobe in Groß-Dölln

Hemer/Groß-Dölln. Im finnischen Vierumäki hatten sich die jungen Fahrer des Formula BMW Talent Cups im Fitnesscamp intensiv auf die vor ihnen liegende Saison vorbereitet. Bei den dreitägigen Track-Tests, die vom 13.–15. Mai 2011 in Groß-Dölln/Berlin stattfanden, ging es für Max Edelhoff und seine 14 Rennfahrerkollegen nun erstmals auf die Strecke. Unter dem Thema „Car Control“ lernten die Nachwuchsfahrer die Grenzbereiche des FB02 Formelfahrzeuges kennen. Gezielte Fahrübungen sollten dabei helfen, in zukünftigen Rennen bis ans Limit gehen zu können und dadurch möglicherweise die entscheidende Zehntelsekunde schneller zu sein. Drei Tage lang saßen die Nachwuchsfahrer von morgens bis abends unter den Augen der erfahrenen BMW Instruktoren fast ununterbrochen in ihren Rennwagen. Ebenso wichtig wie die fahrpraktischen Tests war die Datenanalyse unter der Leitung des technischen Managers Albert Hamper sowie die Begehung und Erkundung der Strecke. Auch die Fitnesstrainer der Firma Sense hatten ihren Einsatz vor Ort: Durch gezielte Reaktions- und Konzentrationsübungen stellten sie sicher, dass die Jugendlichen während der langen Trainingstage mental topfit blieben.

„Ich bin ganz begeistert, dass wir so viel Fahrpraxis bekommen. Die BMW Instruktoren geben uns die Möglichkeit, den FB02 von allen Seiten kennenzulernen“, erzählt ein strahlender Max Edelhoff am Ende des zweiten Testtages. Warum das Fahrtraining „Car Control“ so wichtig war, weiß Pat Blakeney. „Bei diesem ersten On-Track-Event lag der Schwerpunkt auf der Vermittlung der fahrerischen Grundlagen“, erklärt der Chef-Instruktor. „Das ist in der Ausbildung zum Rennfahrer nun mal das A und O.“ Der Fahrexperte aus England weiß, wovon er spricht. Seit knapp 35 Jahren fährt Blakeney selbst Autorennen und fünf Mal wurde er in einem Formelfahrzeug britischer Meister. In den Nachbesprechungen der Fahrübungen geht er auf jeden Fahrer einzeln ein: Denk an das Hochschalten am Drehzahllimitter, nutze die komplette Strecke, probiere beim Anfahren der Kurve verschiedene Linien aus – so lauteten einige seiner Tipps.

Neben speziellen Anfahr-, Schalt- und Bremsübungen legten die BMW-Instruktoren großen Wert auf das Simulieren verschiedenster Fahrsituationen. So änderten sie permanent die Strecken- und Kurvenführung, um die Fahrer langsam ans Limit heranzuführen. Diese mussten mit verschiedenen Gängen, auf verschiedenen Linien und unterschiedlichen Geschwindigkeiten die zahlreichen Variationen meistern. Nachdem an den ersten beiden Tagen auf einem ehemaligen russischen Flugplatz auf abgesteckten Kursen gefahren wurde, ging es am dritten Tag auf die Rennstrecke. Mehrere Male spulten die Fahrer 12 Runden am Stück ab, zwischendurch kehrten sie immer wieder zu den Instruktoren zurück. Dort mussten sie die Strecke aus dem Kopf aufzeichnen, zu jeder Kurve den idealen Gang und die beste Linie aufschreiben und erhielten dann ihre Anweisungen für den nächsten Durchlauf. So verinnerlichten sie den Kurs bis ins kleinste Detail und loteten die Grenzen ihres Rennwagens, aber auch der eigenen Fähigkeiten immer besser aus.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda war die Streckenerkundung zu Fuß. Die Fahrer sollten sich im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt die Strecke einprägen, Überholpunkte erkennen und in schwierigen Passagen die Ideallinie finden.

Mit so viel Fahrpraxis und dem theoretischen Wissen freuen sich die Nachwuchsfahrer schon sehr auf die Veranstaltung im schwedischen Sturup, bei der es vom 16.6.-19.6.2011 um „Race Preparation“ geht. „Ich habe durch dieses umfangreiche und umfassende Programm am Wochenende Wichtiges für die Saison 2011 und für mich als Rennfahrer mitgenommen“, sagt Max Edelhoff. „Durch die zahlreichen Tests konnte ich den FB02 Rennwagen sehr gut kennenlernen. Ich fühle mich gut und bin bereit für die nächste Veranstaltung in Sturup“.
 

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Streckenbegehung in Groß-Dölln

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